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Dezember 2019 "C.A.R.M.E.N.-Fachtagung Gärrestverwertung" in Straubing
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Dezember 2019 C.A.R.M.E.N. Biogastagung zur Gärrestverwerung in Straubing

Riesiges Thema bei Biogasanlagenbetreibern ist die ökologische und wirtschaftliche Verwertung von Gärresten. Auf dieser durch C.A.R.M.E.N. in Vorbereitung befindlichen Biogasfachtagung im November des nächsten Jahres wird detailliert auf die bestehenden Anforderungen, Möglichkeiten und Perspektiven der Gärrestverwertung eingegangen. Der exakte Termin ist derzeit in der Abstimmung.


Bislang galt dass für die Gärrestaufbereitung verschiedene Verfahrensansätze entwickelt wurden bzw. in der Entwicklung sind, jedoch eine breite Umsetzung in die landwirtschaftliche Biogaspraxis nicht erfolgt ist. Dieses hängt zum einen damit zusammen, dass die Gärrestaufbereitung nur für bestimmte Anlagensituationen sinnvoll erscheint und zudem die bisherigen Verfahren als zu kostenintensiv und z.T. wenig ausgereift eingestuft werden. Grundsätzlich wird die Düngewirkung von Gärresten bzw. aufbereiteten Gärresten positiv beurteilt, weshalb sich eine Reihe von laufenden Untersuchungen mit diesem Thema beschäftigen. Ergänzend werden vertiefte Untersuchungen zur Humuswirkung empfohlen. Vermarktungskonzepte für die (aufbereiteten) Gärreste sind nahezu unbekannt. Hier besteht Handlungsbedarf, um nicht die gleiche schwierige Situation wie bei der Vermarktung von Produkten aus der Bioabfall/Kompostwirtschaft zu erhalten (vgl. FNR, Gülzower Fachgespräche).

Genau dieser Thematik wird sich die C.A.R.M.E.N. Tagung im November 2019 annehmen und praxisnah verwertbare Perspektiven darstellen.


FNR Förderaufruf - Innovativ und wirtschaftlich: Nachhaltige Aufbereitung und Verwertung von Gärrückständen

Ihr Ansprechpartner bei der FNR:
Birthe Dehmel
b.dehmel(bei)fnr.de
03843/6930-207

Einreichungsfrist für Skizzen: Dienstag, der 18. Dezember 2018

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beabsichtigt im Rahmen des Förderprogramms „Nachwachsende Rohstoffe“ (FPNR) unter dem Förderschwerpunkt „Entwicklung von Technologien und Systemen zur Bioenergiegewinnung und -nutzung mit dem Ziel der weiteren Reduzierung von Treibhausgas-Emissionen“ Forschungs- und Entwicklungs(FuE)-Vorhaben zum Thema „Nachhaltige Aufbereitung und Verwertung von Gärrückständen“ zu fördern. Dieser befristete Förderaufruf konzentriert sich auf pflanzenbauliche und technische Maßnahmen sowie auf alternative Verwertungs- und Vermarktungswege.

Derzeit fallen in den 8.700 Biogasanlagen deutschlandweit etwa 82 Mio. Tonnen Gärrückstände an. Diese Gärrückstände stellen ein vielseitig einsetzbares Düngemittel dar, sie beinhalten wertvolle Pflanzennährstoffe und sorgen für die Zufuhr organischer Substanz. Um eine möglichst effiziente Ausnutzung der in den Gärrückständen vorhandenen Nährstoffe zu erreichen, ist für die landwirtschaftliche Praxis eine bedarfsgerechte Ausbringung mit moderner Düngetechnik erforderlich. Hierfür sind Kenntnisse von Nährstoffgehalten und Düngewirkung erforderlich.

Neben der Nutzung der unbehandelten Gärrückstände nehmen aber auch die Separierung in Fest- und Flüssigphase und die gezielte Aufkonditionierung mit Pflanzennährstoffen inzwischen einen festen Platz ein.

In den vergangenen 10-15 Jahren wurden  zahlreiche Forschungsarbeiten zu Eigenschaften, Inhaltsstoffen, Nährstoffwirkungen und -verfügbarkeit durchgeführt. Diese gilt es auch aufgrund aktueller Anforderungen weiter zu intensivieren. Herausforderungen im Hinblick auf eine nachhaltige Verwertung von Gärrückständen ergeben sich dabei zum einen aus dem Problem der Nährstoffüberschüsse in Veredlungsregionen, zum anderen im Hinblick auf die Änderungen der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen. Dabei ist zu beachten, dass aufgrund der steigenden rechtlichen Anforderungen künftig von knapperen Flächen und höheren Abnahmepreisen von organischen Düngemitteln auszugehen ist und auch die Anforderungen an Lagerung und Transport weiter steigen werden.

Vor diesem Hintergrund besteht Bedarf nach fundierten Handlungsempfehlungen zur effizienten Nutzung von Gärrückständen und nach innovativen Verwertungsmöglichkeiten, wie z.B. alternative Absatzwege. Dies beinhaltet sowohl pflanzenbauliche als auch technische Lösungsansätze sowie die Erschließung neuer Produkte und Märkte (z.B. Garten- und Landschaftsbau, Erden, Einstreu und Düngemittel). Letztere nehmen im Hinblick auf eine höhere Wertschöpfung eine immer größere Bedeutung ein.

Um die FuE-Arbeiten zu Gärrückständen zu intensivieren und Impulse für die landwirtschaftliche Praxis zu setzen, sollen mit dem vorliegenden Aufruf geeignete Vorhaben initiiert werden.